FDP diskutiert mit UETD

Der FDP-Stadt­ver­band Wunstorf und die Union Eu­ropäisch-Tür­ki­scher De­mo­kra­ten UETD ha­ben sich zu ei­nem ers­ten Ge­dan­ken­aus­tausch in Wunstorf ge­trof­fen. Hin­ter­grund war ne­ben dem Ken­nen­ler­nen die Dis­kus­sion von The­men, die aus Sicht der UETD-Ver­tre­ter für die Be­lange von Tür­ken, die auch die deut­sche Staats­bür­ger­schaft oder gar beide Staats­bür­ger­schaf­ten ha­ben, von Be­lang sind. Vor al­lem im Hin­blick auf die Kom­mu­nal­wah­len im kom­men­den Jahr­möchte die In­ter­es­sen­ver­tre­tung der tür­kischstäm­mi­gen Deut­schen mit al­len Par­teien ins Ge­spräch kom­men, um ge­mein­same in­halt­li­che Schnitt­men­gen aus­zu­lo­ten.

IMG_0246Wie die Ver­tre­te­rin des UETD-Lan­des­ver­ban­des Nie­der­sach­sen, die aus Wunstorf stam­mende Nes­rin Ka­zan­cio­glu, be­ton­te, fehlt es den tür­kischstäm­mi­gen Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­gern im­mer noch an adäqua­ten Be­ra­tungs­stel­len bei den öf­fent­li­chen Ver­wal­tun­gen. Um die für die In­te­gra­tion zwin­gend not­wen­di­gen Sprach­bar­rie­ren zu be­sei­ti­gen, plä­dierte Sie für die Ein­führung von Tür­kisch als 2. Fremd­spra­che zu­min­dest an Schu­len, an de­nen viele Schü­ler mit tür­ki­schem Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund un­ter­rich­tet wer­den. Auch die Ein­stel­lung von Er­zie­hern tür­ki­scher Ab­stam­mung in Kin­der­ta­gesstät­ten wäre ein Schritt in die rich­tige Rich­tung. Der Vor­sit­zende des FDP-Stadt­ver­bands, Da­niel Far­nung, be­ton­te, dass zur In­te­gra­tion von Deut­schen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund auch die Aus­ein­an­der­set­zung mit The­men gehört, die die deut­sche Ge­sell­schaft in ho­hem Maße be­schäf­ti­gen und das Le­ben der Bür­ger be­ein­flus­sen. Als Bei­spiel nannte er die Dis­kus­sion ü­ber die Um­set­zung de­r Ener­gie­wen­de, die, wie der Spre­cher der Gruppe „­Po­li­tik und Stra­te­gie“ vom Lan­des­ver­band, Memduh Ak­koc bestätig­te, in der The­men­dis­kus­sion tür­kisch-stäm­mi­ger Deut­schen so gut wie keine Rolle spielt. „­Si­cher­lich in­ter­es­siert uns Mi­gran­ten die Um­set­zung der Ener­gie­wen­de. Das was bis­her ge­lau­fen ist, be­ob­ach­ten wir al­ler­dings kri­tisch, da wir alle vor vollen­dete Tat­sa­chen ge­stellt wor­den sin­d.“

Far­nung und Ka­zan­cio­glu ver­ein­bar­ten, den Ge­dan­ken­aus­tausch fort­zu­set­zen und im Vor­feld der Kom­mu­nal­wah­len das In­ter­esse der tür­kischstäm­mi­gen Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger auf Wunstor­fer The­men zu len­ken und zum Wählen zu ani­mie­ren. „Zu ei­ner er­folg­rei­chen In­te­gra­tion gehört auch die Teil­nahme an Wahl­en“, wie beide ab­sch­ließend be­ton­ten.

 

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