Wunstorfer Blatt (13.01.2013): Ich gehöre in den Landtag, weil…

Thorben Rump, FDP

Alter: 38
Familienstand: Verheiratet, 2 Kinder
Wohnort: Steinhude / Wunstorf
Beruf: Kommunikationswirt
Ehrenamt: Stellvertretender Vorsitzender der FDP Wunstorf
Mitglied der FDP seit: September 2006
Aktiv in der Politik seit: Februar 2007

Früher war alles besser. Das zumindest habe ich sehr häufig von den Generationen vor mir gehört, und ich ertappe mich selber dabei, wie ich auch immer häufiger diesen Gedanken habe. Wir alle schwelgen gerne in Nostalgie und neigen dazu die nicht so schönen Ereignisse zu verdrängen, so dass es früher einfach schöner gewesen sein muss. Ich kann mich z.B. gar nicht mehr an die schlaflosen Nächte erinnern, als mein Sohn 4-5 Mal in der Nacht Randale gemacht hat – aber ich erinnere mich ohne Weiteres an sein erstes Lächeln.

War in der Politik früher auch alles besser? Ich meine die Zeit 1950-2000, die Zeit in der ich nicht noch nicht auf der Welt war oder mich noch nicht für Politik interessierte. Ich kann es nicht beurteilen. Vielleicht braucht es erst gewisse Ereignisse oder ein bestimmtes Alter bis das man für sich erkennt, dass man mit der politischen Gegenwart unzufrieden ist. Ich habe das Gefühl es wird immer schlimmer, aber Freunde sagen mir auch, es sei immer so gewesen – ich habe wohl früher nur zu viel mit Mädchen, Sport und Computern zu tun gehabt um dieses zu bemerken…

Und nun beschäftige ich mich seit ein paar Jahren ernsthaft mit Politik und trete zur Landtagswahl 2013 als Kandidat für die FDP an. Warum gerade jetzt?

Ich habe in den letzten 20 Jahren vieles erlebt. Zwei Hochzeiten und eine Scheidung, zwei Geburten, die Angst vor Arbeitslosigkeit, gut und schlecht bezahlte Jobs. Die Angst vor einem finanziellen und gesellschaftlichen Absturz, die großartige Erfahrung wie es ist, wenn man sich selber wieder hoch arbeitet. Ich habe erleben müssen wie machtlos man manchmal dem Staat unserer Regierung, unserer Bürokratie gegenüber steht und ich habe gelernt, wie man sich dagegen wehren kann.

Heute bin ich in der glücklichen Lage wieder einen tollen und sicheren Job zu haben. Ich bin mit einer wunderbaren Frau verheiratet und habe zwei tolle Söhne. Es geht mir gut und da ist im Kopf Zeit und Platz für etwas mehr. Und ich bin der Meinung, es gibt überall etwas zu tun, man kann immer etwas besser machen – und nur vom Reden wird’s nicht besser. Deswegen engagiere ich mich in der FDP und kandidiere für den Landtag.

Ich möchte mich insbesondere für die Themen Bildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Netzpolitik einsetzen. Darum gehöre ich in den Landtag.

  • Ich kämpfe für eine Schulpolitik, die nicht von Ideologien geprägt ist. Ich will eine Schulpolitik, die nicht von oben herab befohlen wird, sondern sich wirklich nach den Bedürfnissen der Schüler, Eltern und Lehrer richtet. Ich unterstütze den Erhalt von Gymnasien und wohnortnahen Schulen.
  • Ich fordere einen schnelleren Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten. Sowohl die Quantität als auch die Qualität muss dringend aktuellen Erfordernissen angepasst werden. Ganztagsschulen und Hortbetreuung müssen unbürokratisch und bedarfsorientiert geschaffen werden können.
  • Und ich stehe für eine Netzpolitik die nicht von Ängsten und der Sicherung veralteter Status geprägt ist, sich sondern die Vorteile und den Nutzen der Technik in den Vordergrund stellt.

Schreibe einen Kommentar