Wunstorfer Stadtanzeiger: Ein Urgestein der Kommunalpolitik

rehkopfKurt Rehkopf mit dem Deutschen Verdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet

WUNSTORF -pot- Bür­ger­meis­ter Rolf-Axel Eber­hardt be­zeich­nete Kurt Reh­kopf nach des­sen Aus­zeich­nung mit dem Ver­dienst­kreuz 1. Klasse des Ver­dienstor­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land durch Nie­der­sach­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter Dr. Phil­ipp Rös­ler als ein Ur­ge­stein der Wunstor­fer Kom­mu­nal­po­li­tik.

Eber­hardt dürfte mit die­sem ho­hen Lob so­gar noch deut­lich un­ter­trie­ben ha­ben. Reh­kopf hat sich nicht nur um die ein­hei­mi­sche Kom­mu­nal­po­li­tik, son­dern vor al­lem um das Hand­werk und den Mit­tel­stand in ganz Nie­der­sach­sen in her­vor­ra­gen­der Weise ver­dient ge­macht. Al­les zu­sam­men, so der Mi­nis­ter, wa­ren für ihn sehr gute Grün­de, die Ver­lei­hung nicht wie sonst üb­lich im Gä­stehaus der Lan­des­re­gie­rung, son­dern im großen Rats­saal des Wunstor­fer Rat­hau­ses vor­zu­neh­men. Lang war die Lis­te, mit de­ren Hilfe Rös­ler die Ver­dienste Reh­kopfs vor der Fa­mi­lie des Ge­ehr­ten und zahl­rei­chen Eh­ren­gäs­ten aus Po­li­tik, Wirt­schaft und des öf­fent­li­chen Le­bens Re­vue pas­sie­ren ließ. Da­bei er­in­nerte er dar­an, dass Reh­kopf be­reits seit sei­nem 1968 er­folg­ten Ein­tritt in den Rat eh­ren­amt­lich ak­tiv, ef­fi­zi­ent und er­folg­reich mit klei­nen Un­ter­bre­chun­gen bis zum heu­ti­gen Tag Po­li­tik für Wunstorf macht und sich da­bei stets von den li­be­ra­len Grundsät­zen sei­ner Par­tei, der FDP, lei­ten ließ und auch wei­ter lei­ten lässt. Er hätte da­bei alle nur denk­ba­ren Aus­schüsse durch­lau­fen und ge­treu den Grundsät­zen sei­ner Par­tei als Vor­sit­zen­der des Schulaus­schus­ses ver­ant­wor­tungs­be­wusst Bil­dungs­po­li­tik be­trie­ben.

Von 1974 bis 1978 so­wie von 1982 bis 1994 war Reh­kopf FDP-Ab­ge­ord­ne­ter im Nie­der­säch­si­schen Land­tag, in dem er von 1986 bis 1994 Vi­ze­prä­si­dent war. Ge­rade in die­ser Zeit hätte er eine ganze Menge be­we­gen kön­nen. Trotz sei­ner ho­hen Äm­ter hätte Reh­kopf, so der Mi­nis­ter in sei­ner Lau­da­tio, nie die Bo­den­haf­tung und schon lange nicht die Ver­bin­dun­gen zum Hand­werk und zum Mit­tel­stand ver­lo­ren. Ganz im Ge­gen­teil: Ü­ber viele Jahre hin­weg war Reh­kopf Prä­si­dent der Nie­der­säch­si­schen Un­ter­neh­mer­ver­bände Hand­werk und Prä­si­dent der Ver­ei­ni­gung der Nie­der­säch­si­schen Hand­werks­kam­mern und des Lan­des­hand­werk­ta­ges. Reh­kopf hätte sich da­bei weit vor­aus­schau­end im­mer wie­der und mit großem Nach­druck ge­gen die Ver­le­gung von Stand­orten ins Aus­land aus­ge­spro­chen. Für ihn sei im­mer die Hei­mat­ver­bun­den­heit des Hand­werks ebenso Maß­stab al­ler Dinge ge­we­sen wie die Wie­der­be­le­bung der In­nenstäd­te. Rös­ler: „Für ihn zählte in ers­ter Li­nie die Mensch­lich­keit und erst da­nach Zah­len und Fak­ten.“ Der Mi­nis­ter un­ter­strich das so­ziale En­ga­ge­ment von Reh­kopf, das un­ter an­de­ren in des­sen Mit­glied­schaft im Ge­mein­de­vor­stand der Stifts-Kir­chen­ge­meinde und dem Vor­stand des För­der­krei­ses für Woh­nungs­lose sicht­bar wird. Kurt Reh­kopf zu­sam­men mit Mi­nis­ter Phil­ipp Rös­ler im Kreis sei­ner Fa­mi­lie.

Das be­son­dere so­ziale En­ga­ge­ment von Reh­kopf un­ter­strich auch Bür­ger­meis­ter Eber­hardt ge­nauso wie des­sen Ein­satz für die kom­mu­nale Wirt­schafts­för­de­rung. Eber­hardt: „­Kurt Reh­kopf hat Po­li­tik stets mit Au­gen­maß und ganz und gar im Sinne der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ge­macht.“ Reh­kopf selbst zeigte sich so­wohl er­freut wie auch ü­ber­rascht von der ho­hen Eh­rung: „Ich nehme sie für alle ent­ge­gen, die mich auf mei­nem Weg be­glei­tet ha­ben.“ Be­son­ders herz­li­che Wort fand er für seine ehe­ma­li­gen Ge­sel­len so­wie Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sei­ner Kon­di­to­rei in der Lan­gen Straße. Sie hät­ten ihm durch ih­ren vor­bild­li­chen Ein­satz für seine po­li­ti­sche Tätig­keit den Rü­cken ebenso frei­ge­hal­ten wie seine Fa­mi­lie. Reh­kopf: „Ei­gent­lich dürfte auf der Ver­lei­hungs­ur­kunde nicht nur mein, son­dern min­des­tens ein­hun­dert wei­tere Na­men ste­hen.“ Be­son­ders freu­ten er und seine Ehe­frau Sig­rid sich darü­ber, dass mit Ma­ri­anne Bün­gel eine der äl­tes­ten ih­rer Kon­di­to­rei-Kun­din­nen an der Ver­lei­hung teil­nahm. Ihre El­tern be­saßen früher in Ost­preußen selbst eine Kon­di­to­rei.

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